Zyklop STK.

Product number: 5991

2-Wege Boxen

Weight: 6 kg
740,18 €
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Eigenschaften und Klang

Ziel der Visaton-Ingenieure war es, eine Lautsprecherbox zu entwickeln, die sich sowohl vom Design als auch vom Klangbild von den bekannten Produkten loslöst. Der Name „Zyklop“ stammt ursprünglich aus der griechischen Mythologie und bezeichnet kraftvolle Gestalten mit einem außergewöhnlichen Merkmal, einem einzelnen Auge auf der Stirn. Dieses prägnante Detail wurde bei der Zyklop in Form des High-End Breitbänders B 80 - 8 Ohm umgesetzt und durch die erhobene Position vom zweiten Teil des Gehäuses separiert. Der kraftvolle Auftritt wird durch den extrem hubfreudigen High-End Tieftöner TIW 200 XS - 8 Ohm dargestellt.

Die sechseckige Gehäuseform führt eine Einordnung in konventionelle Kategorien schnell ad absurdum, folgt dabei jedoch funktionellen Gesichtspunkten: Während die schlanke Schallwand sich angenehm in den Wohnraum einfügt, schafft die Gehäuseform dennoch ausreichend Stabilität und Volumen für eine beeindruckende Basswiedergabe und setzt auch freistehend optische Akzente.

Akustisch zeichnet sich die Zyklop durch einen homogenen und Visaton-typisch sehr linearen Frequenzgang aus. Der eingesetzte Breitbänder B 80 - 8 Ohm sorgt ab einem Übernahmebereich von etwa 270 Hz für eine hohe Detailtreue, sowie einer präzises Mittel- und Hochtonwiedergabe, ohne überspitzt zu wirken. Grund hierfür ist vor allem die Tatsache, dass der gesamte Stimmbereich von nur einem Lautsprecher wiedergegeben wird.

Für eine anspringende Lebendigkeit und ein notwendiges Fundament sorgt der High-End Tieftöner TIW 200 XS - 8 Ohm in Verbindung mit einem ausgeklügelten Bassreflexsystem. Das als Kanal ausgeführte Bassreflexsystem sitzt trickreich zwischen den beiden Lautsprecherchassis und dient gleichzeitig als Abstandshalter zwischen den beiden Gehäusen. Die beachtliche untere Grenzfrequenz von 30 Hz sieht man der doch recht kompakten Zyklop wahrlich nicht an. Durch die perfekt angepasste Weichenabstimmung bietet sie jedoch mehr als genug Raum für reichlich Leistungsreserven, ohne hierbei an Detailtreue zu verlieren.

 

Technische Daten:

Nennbelastbarkeit 120 W
Musikbelastbarkeit 180 W
Nennimpedanz Z 4 Ohm
Übertragungsbereich (-10 dB) 30 – 20000 Hz
Mittlerer Schalldruckpegel 80 dB (1 W/1 m)
Trennfrequenz 270 Hz
Gehäuseprinzip Bassreflex / Geschlossen
Nettovolumen 24,6 l / 9,5 l
Außenmaß Höhe 396 mm
Außenmaß Breite 450 mm
Außenmaß Tiefe 400 mm


Bestückungsliste für 1 Box

Der Bausatz enthält alle in dieser Bestückungsliste aufgeführten Bauteile, jedoch kein Gehäuse.
 

Breitbandlautsprecher B 80 - 8 Ohm 1 St.
Tieftöner TIW 200 XS - 8 Ohm 1 St.
Frequenzweiche ZYKLOP 1 St.
Terminal BT 95/75 1 St.
Dämpfungsmaterial Polyesterwolle 1 Btl.
Kabel 2 x 1,5 mm² 1,7 m
Schrauben (Zylinderkopf) 4 x 25 mm 4 St.
Schrauben (Zylinderkopf) 5 x 30 mm 6 St.
Senkkopfschrauben 3,5 x 25 mm 4 St.

Aufbau

Vorab sei erwähnt, dass die außergewöhnliche Form des Gehäuses als Sechseck den Aufbau erschwert. Für einen problemlosen Zusammenbau sind daher exakte Zuschnitte und eine gute Planung absolute Voraussetzung. Eine perfekt arbeitende Tischkreissäge mit entsprechenden Anschlägen ist für diesen Bauvorschlag unumgänglich.

Im ersten Schritt sollte man sich über das Äußere des Gehäuses Gedanken machen. Plant man z.B. das Gehäuse am Ende zu furnieren, müssen entsprechende Materialstärken beim Ausfräsen der Lautsprecheröffnungen mit einberechnet werden.

Nachdem alle Bretter auf das Außenmaß passend zugeschnitten wurden (siehe auch Detail-Zeichnung), folgen sämtliche Öffnungen, die entweder ausgesägt und/oder ausgefräst werden.

Diese wären:

  • Öffnung für Tieftöner TIW 200 XS - 8 Ohm
  • Öffnung für Breitbandlautsprecher B 80 - 8 Ohm
  • Öffnung für Anschlussterminal BT 95/75
  • Bassreflexkanal im Deckel des Tieftönergehäuses
  • Bohrung für die Kabelführung vom Breitbänder- zum Tieftönergehäuse (inkl. Kabelabdeckung)


Des Weiteren sollten bereits in diesem Stadium strömungsgünstige Rundungen an der Öffnung des Bassreflexkanals im Deckel des Tieftönergehäuses, an den Seitenwänden des Bassreflexkanals, sowie rückseitig an der Öffnung des Breitbandlautsprechers, mittels z.B. Oberfräse und Rundfräser vorgesehen werden (siehe auch Zeichnung der Rundungen und Fasen). Zusätzlich sollte man die Verschraubungspunkte der Frequenzweiche auf einer der Seiten (3 oder 4) des Tieftönergehäuses vorbohren, was später die Anbringung deutlich erleichtert.

Nach dieser Vorbereitung folgt ein Trockenaufbau, um Problemen und Fehlern vorzubeugen. Gelingt dieser, kann man das Gehäuse auf verschiedene Arten verleimen. Im Folgenden wird eine praktikable und einfache Art mittels Klebeband dargestellt. Hierfür werden das Tieftöner- und das Breitbändergehäuse separat aufgebaut und zum Schluss miteinander verleimt.

Beginnend mit dem Tieftönergehäuse verleimt man zuerst die Frontwand mit Deckel und Boden und setzt bereits hier die entsprechende Verstrebung ein. Gegen ein Verrutschen hilft der übliche Trick mit kleinen eingeschlagenen und abgeknipsten Nägeln (siehe Nageltrick Erläuterung).

Während der Trocknungsphase breitet man vor sich folgende einzelne Bretter als aufgeklapptes Gehäuse aus. Die Reihenfolge von links nach rechts lautet: Seite (2), Seite (4), Rückwand, Seite (3), Seite (1). Die Gehrungsöffnungen, also die ins Gehäuse zeigenden Flächen, sollten dabei nach unten zeigen. Es ist äußerst wichtig, die korrekte Reihenfolge und die richtigen Gehrungen zueinander beizubehalten und auf einem glatten und sauberen Untergrund zu arbeiten. Nun zieht man mehrere Bahnen mit Klebeband (z.B. Paketklebeband) über die aufgeklappten Bretter, sozusagen als Schutz gegen Verrutschen und als eine Art „Scharnier“ für den späteren Zusammenbau (siehe auch „Zyklop Bauhilfe 1“). Danach dreht man die „Kette“ aus Brettern gemeinsam auf die eigentliche Außenseite (eine zweite Person ist hier hilfreich) und setzt anschließend das bereits verleimte Konstrukt aus den beiden sechseckigen Brettern, Boden und Deckel auf die Rückwand und verleimt dieses dort. Nach einer kurzen Trocknungszeit, nachdem ausreichend Stabilität erreicht wurde, verleimt man die Gehrungen der Seitenwände, sowie sämtliche dazugehörigen Kanten (siehe auch „Zyklop Bauhilfe 2“ inkl. der markierten Kanten, die mit Leim eingestrichen werden müssen) und klappt die Wände nach oben. Mittels Klebeband werden diese Platten untereinander fixiert, so dass das Tieftönergehäuse problemlos trocknen kann (siehe auch „Zyklop Bauhilfe 3“).

Logischerweise verfährt man mit dem Breitbändergehäuse identisch.

Nachdem das Tieftönergehäuse getrocknet ist, kann man die einzelnen Bretter des Bassreflexkanals, sowie die Kabelabdeckung aufkleben. Auch hier hilft der Nageltrick gegen Verrutschen. Gegebenenfalls sollte man, soweit möglich, die Innenkanten der Gehäuse nochmals mit Holzleim nachstreichen, um eine ausreichende Dichtigkeit gewährleisten zu können.

Daraufhin folgt die Verklebung der beiden Gehäuse zu einer kompletten Box.

Nach Säuberung von Staub und Spänen kann das Gehäuse bestückt werden. Dafür fixiert man die bereits verkabelte Frequenzweiche durch die Öffnung des Tieftöners (siehe auch mitgelieferte Anschlussanleitung) im Gehäuse und legt die entsprechenden Leitungen zu den dazugehörigen Öffnungen. Die Kabeldurchführung vom Tieftöner- in das Breitbändergehäuse sollte im Nachhinein mittels z.B. Heißkleber abgedichtet werden.

Nun folgt die Bedämpfung mittels Polyesterwolle laut Bedämpfungsanleitung.

Zum Schluss werden die Lautsprecherchassis, sowie das Anschlussterminal angelötet und montiert.


Bedämpfung

Die Bedämpfung der beiden Gehäuse ist unkritisch. Für das Breitbändergehäuse sind insgesamt 1,5 Matten Polyesterwolle vorgesehen, für das Tieftönergehäuse dementsprechend 2,5 Matten. Hierfür faltet oder rollt man die Matten zusammen und schiebt sie durch die entsprechende Lautsprecheröffnung in das Gehäuse. Dort wird sie aufgelockert und gut verteilt. Sie sollte dabei nicht am Rand, sondern möglichst mittig platziert werden. Grund hierfür ist die Vermeidung der stehenden Wellen im Gehäuse, welche in der Gehäusemitte am kritischsten bedämpft werden müssen. Im Tieftönergehäuse gilt außerdem, dass der Bereich unter dem Bassreflexkanal frei bleiben sollte.